site creator

Zwangsversteigerung


Die Durchführung eines Zwangsversteigerungsverfahrens bietet viele Hürden und führt häufig zu Fehlern bei den Beteiligten. Die wesentlichen Punkte und Abläufe sind hier geschildert:

Verfahren bis zum Versteigerungstermin

Antrag eines Gläubigers auf Zwangsversteigerung
Anordnung der Zwangsverwaltung möglich
Beschlagnahmebeschluss und Eintragung eines Zwangsversteigerungsvermerks im Grundbuch
Einholung eines Verkehrswertgutachtens
Terminsbestimmung durch das Gericht
Forderungsanmeldungen aller Gläubiger
Ermittlung des geringsten Gebots
Versteigerungstermin

Bekanntgabe des geringsten Gebotes und der Versteigerungsbedingungen
Bietstunde (30 Minuten) muss abgewartet werden
Sicherheitsleistung (10 % des Verkehrswertes) kann verlangt werden
Verhandlung über den Zuschlag
Zuschlagsversagung oder Zuschlagserteilung
Erlösverteilung

Verteilungstermin (ca. 6 Wochen nach dem Zuschlag) und Durchführung des Teilungsplans

Im Versteigerungstermin ist der Zuschlag von Amts wegen zu versagen, wenn das Meistgebot 5/10 (absolutes Mindestgebot) des festgesetzten Verkehrswertes nicht erreicht wird. Der Zuschlag ist weiterhin auf Antrag eines Gläubigers zu versagen, wenn das Meistgebot 7/10 (relatives Mindestgebot) des festgesetzten Verkehrswertes nicht erreicht. Erfolgte bereits in einem vorhergehenden Versteigerungstermin eine Zuschlagsversagung wegen des Nichterreichens der aufgeführten Grenzen, so sind diese Grenzen in diesem Termin „kaputt“. Dann kann aus diesem Grund der Zuschlag nicht mehr versagt werden.

Während des Verfahrens kann der bestrangige Gläubiger die Einstellung des Verfahrens bewilligen, um so eine Zuschlagsverteilung zu verhindern. Dies darf er jedoch nur zwei mal. Die dritte Bewilligung wird als Rücknahme des Versteigerungsantrags gewertet.

Werden in zwei Versteigerungsterminen keine Gebote abgegeben, dann wird das Versteigerungsverfahren aufgehoben.

Mit einem erfolgten Zuschlag wird der Ersteher unmittelbarer Eigentümer des Grundstücks.