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Verwendung eines Setzkeschers und Lebendhälterung


Ein Setzkescher zur Hälterung von Fischen sollte nur in Ausnahmefällen benutzt werden. Es besteht grundsätzlich die Gefahr, wegen des Verdachts einer Tierquälerei in ein Strafverfahren verwickelt zu werden. Grundlage hierfür ist das bundesweit geltende Tierschutzgesetz. Daher kommt es in erster Linie auch nicht auf die konkreten Bestimmungen hierzu in den landesgesetzlichen die Fischerei regelnden Normen an, da diese nachrangig sind.

Es muss daher ein vernünftiger Grund für die Aufbewahrung im Setzkescher vorliegen. Darüber hinaus muss die Hälterung auch so erfolgen, dass die Fische nicht Leiden oder Schmerz empfinden und auch sonst keinen Schaden nehmen. Hierbei wiederum stellt sich die Frage, ob Fische überhaupt Leiden bzw. Schmerz empfinden können, was in der Wissenschaft durchaus unterschiedlich gesehen wird. Insoweit empfiehlt es sich, Form und Größe des Setzkeschers entsprechend dimensioniert auszuwählen. Längen von mindestens 3 Metern und ein Durchmesser von mindestens 40 cm sollten schon verwendet werden. Der Setzkescher ist zudem horizontal gestreckt auszulegen.

Da es keine konkret verbindlichen Anforderungen gibt, kommt es im Einzelfall somit immer auf die konkreten Gegebenheiten an.

Ähnliches gilt für die Hälterung von lebenden Köderfischen. Auch hier müssen die Hälterungsbedingungen artgerecht sein. Zudem ist der Köderfisch unverzüglich nach seiner Entnahme zu töten, da das Angeln mit lebendem Köderfisch grundsätzlich nicht erlaubt ist.