bootstrap button

Probezeit


Fahranfänger erhalten in der Regel zunächst nur eine Fahrerlaubnis auf Probe. Die Probezeit dauert 2 Jahre und beginnt mit der Aushändigung des Führerscheins bzw. der Prüfbescheinigung. Vorläufige Maßnahmen, wie etwa eine Beschlagnahme oder Verwahrung, führen zur Verlängerung der Probezeit um diese Zeiträume.

Bei Verstößen innerhalb der Probezeit, die im Verkehrszentralregister des Kraftfahrtbundesamtes eingetragen werden (ab 40,00 EUR), gibt es entsprechende Sanktionen. Es werden hier Verstöße nach Gruppe A (fast alle Taten ab 40,00 EUR) und Gruppe B (Handyverstoß sowie Taten die praktisch fast nie vorkommen, wie z.B. Kennzeichenmissbrauch oder Verstöße gegen zulassungsrechtliche Vorschriften) unterschieden.

Es gilt ein 3-stufiges Sanktionssystem. Wer einen Gruppe A oder zwei Gruppe B Verstöße (was dem Wert eines Gruppe A Verstoßes entspricht) in der Probezeit begangen hat, wird zur Teilnahme an einem Aufbauseminar verpflichtet und die Probezeit verlängert sich um 2 Jahre. Bei Nichtteilnahme am Aufbauseminar wird die Fahrerlaubnis entzogen und erst nach einer Teilnahme wieder erteilt.

Wird innerhalb der verlängerten Probezeit und nach der Teilnahme am Aufbauseminar ein weiterer schwerer Verstoß begangen, dann wird eine schriftliche Verwarnung ausgesprochen und die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung innerhalb von 2 Monaten nahe gelegt. Die Teilnahme an der verkehrspsychologischen Beratung ist somit freiwillig.

Wer dann nach Ablauf dieser 2 Monate einen weiteren schwerwiegenden Verstoß begeht, dem wird die Fahrerlaubnis entzogen.

Die Fahrerlaubnis darf nach einer Entziehung frühestens nach 3 Monaten wieder erteilt werden. Eine verbliebene Restdauer einer Probezeit läuft nach Neuerteilung der Fahrerlaubnis weiter. Wird in dieser Restzeit erneut ein schwerwiegender Verstoß begangen, dann wird im Regelfall die Beibringung einer MPU angeordnet.