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Fischwilderei und Schwarzangeln


Beim so genannten „Schwarzangeln“ muss unterschieden werden in die Straftatbestände der Fischwilderei und des Diebstahls. Zudem muss unterschieden werden, ob der Angler keine Fischereiausübungsberechtigung (Fischereischein) oder keine Erlaubnis des Inhabers der Fischereirechts (Gewässerkarte) hat.

Fischwilderei liegt vor, wenn ein Angler ohne die Erlaubnis des Inhabers des Fischereirechts angelt. Dagegen liegt ein Diebstahl vor, wenn ohne Erlaubnis des Inhabers eines geschlossenen privaten Gewässers (z.B. Forellenzirkus) geangelt wird.

Die Überschreitung der Angelerlaubnis, z.B. durch das Ausbringen von Reusen bzw. anderem unerlaubten Fanggerät oder die Verwendung von mehr als den vorgeschriebenen Ruten können ebenso den Straftatbestand der Fischwilderei erfüllen.

Eine Ordnungswidrigkeit, die in der Regel geringer bestraft wird, liegt vor, wenn der Angler keinen Fischereischein hat oder nicht hiervon befreit ist.

Bei der Fischwilderei beginnt die Strafbarkeit spätestens mit dem Auswerfen der fangfertigen Angel, wohingegen es nach den landesrechtlichen Regelungen bereits eine Ordnungswidrigkeit darstellt, mit vorbereitetem Angelgerät am Gewässer angetroffen zu werden.

Die Tatbestände können auch gleichzeitig verwirklicht werden, z.B. beim Angeln ohne Fischereischein und ohne Gewässerkarte.

Folgen einer solchen Straftat bzw. Ordnungswidrigkeit sind in der Regel eine Geldstrafe und gegebenenfalls die Einziehung des verwendeten Angelgeräts.